Integration unterstützen

Papst Franziskus appelliert an Politik und Gesellschaft

Papst Franziskus hat sich in einer eindringlichen Botschaft zum 104. Welttag für Flüchtlinge und Migranten an die Gläubigen seiner Kirche sowie Akteure aus Politik und Gesellschaft gewendet. Er forderte dazu auf, Flüchtlinge und Migranten aufzunehmen. Dabei betonte er, wie wichtig die Integration der Flüchtlinge und Migranten sei. Dies gelinge am besten durch eine Integration in den Arbeitsmarkt, Sprachkurse, eine aktive Bürgerschaft und dadurch, Information in den jeweiligen Herkunftssprachen zur Verfügung zu stellen.

Mehr Möglichkeiten für sichere Einreise

Daneben forderte Papst Franziskus, Migrantinnen und Migranten bzw. geflüchteten Menschen eine sichere und legale Einreise zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen Menschen aus Konfliktgebieten Sondervisa, eine Grundsicherung, Zugang zu persönlichen Bankkonten und Zugang zum Rentensystem zur Verfügung gestellt werden. Auch ein Mensch, der das Land ohne Genehmigung betreten habe, behalte seine grundlegende Würde. Bei allem Interesse an nationaler Sicherheit sei die Sicherheit der Personen stets wichtiger als die Sicherheit des Landes.

Legitime Gründe für Flucht und Migration

Der Papst stellte sich deutlich gegen einen harten Abschiebungskurs: „Die kollektiven und willkürlichen Ausweisungen von Migranten und Flüchtlingen sind keine geeignete Lösung, vor allem, wenn diese in Ländern geschehen, die die Achtung der Würde und der Grundrechte nicht gewährleisten können.“ Krieg, Verfolgung, Katastrophen und Armut seien legitime Gründe für Flucht und Migration. Eine Fürsorgepflicht gegenüber Flüchtlingen beschränke sich jedoch nicht nur auf ihre Reise und die Ankunft, sondern beinhalte auch die Rückkehr. Hierbei sei es besonders wichtig, eine Reintegration in den früheren Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Abschließend appellierte er in seiner Rede noch konkret an die Selbstverpflichtung der Staaten, bis Ende 2018 die „Global Compacts“ als verbindliche Standards zum Umgang mit Flüchtlingen und Migranten zu verabschieden. 

Lesen Sie die ganze Botschaft hier.