Einander verstehen

Das Ketteler-Kolleg hat geflüchtete Familien aus der Umgebung zu einem Begegnungstag eingeladen. In den Gesprächen erhielt Vieles, was sonst nur über die Medien bekannt war, eine menschliche Dimension.

Wieso engagiert sich das Ketteler-Kolleg für geflüchtete Menschen?

Das Ketteler-Kolleg und Abendgymnasium mit Abitur-online-Zweig bietet jungen Erwachsenen die Möglichkeit, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg zu erreichen. Besonders im Fokus dieser Einrichtung sind Menschen, die im Leben eine zweite Chance brauchen.

Was hat es mit der Willkommensaktion auf dem Schulgelände auf sich? 

Am 29. September wurde der Schulbetrieb für einen Begegnungsnachmittag unterbrochen. Unsere Gäste waren 40 bis 50 geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien, die auf dem Hartenberg angesiedelt sind. Zuvor hatte das Ketteler-Kolleg verschiedene Aktionen durchgeführt, die Geld- und Sachspenden eingebracht haben und die ein kleines „Puzzleteil“ der Bistumsarbeit im Bereich der Flüchtlingshilfe waren und sind. So entstand der erste Kontakt zu den Flüchtlingen.

Inwiefern war der Begegnungsnachmittag eine Bereicherung?

Das Ziel war es, dass Lehrer und Schüler mit Flüchtlingen Kontakt aufnehmen. Jeder versuchte, soweit die sprachlichen Barrieren es zuließen, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen, sie zu fragen, wo sie herkommen, was sie auf der Flucht erlebt haben und wie es ihnen hier in Deutschland geht. So manche erschütternde Geschichte wurde bei diesen Gesprächen zutage gebracht und vieles, was man nur aus den Medien weiß, bekam ein Gesicht und eine menschliche Dimension.

Ansprechpartner/Interviewpartner: Thomas Meysing und Beate Wandelt, Ketteler-Kolleg und Abendgymnasium Mainz.